Klimakonferenz

Klimakonferenz COP21 in Paris erzielt neuen Weltklimavertrag

Die Welt hat endlich einen neuen Weltklimavertrag! Am 12. Dezember 2015 haben mehr als 190 Staaten sich darin verpflichtet, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Die dargestellte Einigkeit der Diplomaten war historisch, ebenso wie der Klimavertrag, der folgende zentrale Vereinbarungen enthält:

Das Ziel: globale Erwärmung „deutlich unter zwei Grad Celsius“

Die Staaten verpflichten sich, die globale Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten sowie ein 1,5-Grad-Ziel anzustreben. Ab dem Jahr 2050 soll „Klimaneutralität“ erreicht werden, so dass dann nicht mehr Treibhausgase emittiert werden dürfen als durch Wälder etc. wieder absorbiert werden können.

Überprüfung und Verbesserung der Pläne alle fünf Jahre

Alle fünf Jahre sollen die nationalen Klimaziele überprüft und angepasst werden. Rückschritte sind dabei im Abkommen untersagt.

Erste Prüfung der Klimaziele 2018

Die nationalen Klimaschutzziele werden 2018 zum ersten Mal im Hinblick auf die neue globale Zielsetzung überprüft. Die bisherigen Klimaschutzpläne, auch in der EU, reichen nicht aus um das langfristige unter zwei Grad Ziel oder gar ein 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Daher soll hier schon vor dem Inkrafttreten des neuen Abkommens im Jahr 2020 angesetzt werden.

Vorreiterrolle der Industriestaaten und finanzielle Unterstützung der Entwicklungs- und Schwellenländer

Unterstützung soll gewährt werden für saubere Technik, u.a. umweltfreundliche Energieerzeugung. Andere Staaten sind freiwillig angehalten, finanzielle Hilfen zu leisten. Dafür haben zukünftig alle Staaten die gleichen Berichtspflichten. Wenigstens einmal ab dem Jahr 2026 wollen die Industrienationen die bislang zugesagte Zuwendungssumme für Klimahilfen erhöhen.

Anerkennung von Klimawandel-Schäden

Klimawandel ruft Zerstörungen hervor, die man nicht durch höhere Deiche oder neue landwirtschaftliche Anbauformen verhindern kann. Für solche Schäden gibt es keine Haftung durch den neuen Vertrag, aber eine Anerkennung. Mit solchen Schäden sollen Regierungen kooperativ umgehen.

Bewahrung und Erweiterung des Schutzes von zentralen „Klima-Ökosystemen“ wie Wäldern und Ozeanen

Das Abkommen verpflichtet alle Staaten zur Bewahrung und Erweiterung von „Senken und Reservoiren“, die der Atmosphäre CO2 entziehen. Derzeit trägt die Abholzung von Wäldern ca. zu einem Fünftel zu den globalen Emissionen bei.

Der Weltklimavertrag wird überwiegend positiv aufgenommen. Er unterstützt auch die Idee, dass Wohlstand, Entwicklung und Armutsbekämpfung einerseits und Klimaschutz anderseits zusammengehören und sich nicht widersprechen.

(Quellen: Bundesumweltministerium, Zeit Online vom 13.12.2015, klimaretter.info vom 12.12.2015)

Was bedeutet das für uns hier in Büchen?

Ein erfolgreicher UN-Klimagipfel und ein Klimaschutzabkommen allein können die Welt nicht retten. Hierfür bedarf es der Mitarbeit eines jeden von uns! Alle müssen mitmachen, um Klimaschutz zum Erfolg zu führen und die Erreichung der langfristigen Ziele realisierbar zu machen. Vom einzelnen Bürger über Unternehmen, Verbände und Vereine, Verwaltungen und Lokalpolitik bis hinauf zu großen Investoren und nationalen Regierungen sind alle aufgerufen, sich aktiv am Klimaschutz für eine lebenswerte Zukunft zu beteiligen! Und so wollen auch wir hier im Amt Büchen gemeinsam unseren Beitrag für den Klimaschutz und für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung leisten.

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