Klimaschutz und nachhaltige Mobilität

nachhaltige_Mobilitaet

Die Förderung effizienter und umweltfreundlicher Mobilität hat großes Potenzial zur Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen und ist daher ein wichtiger Baustein im Klimaschutz und daher auch ein zentrales Thema im integrierten Klimaschutzkonzept für das Amt Büchen. Die Neugestaltung der Mobilitätsdrehscheibe kann positiven Einfluss auf die Verkehrsmittelwahl und damit auf ein umweltfreundliches und klimaschutzgerechtes Mobilitätsverhalten ausüben. Daher ist der Ausbau ein zentraler Schritt hin zu einer innovativen und nachhaltige Gestaltung von Mobilität im ländlichen Raum. Die Mobilitätsdrehscheibe schafft Anreize und Angebote Einstellungen und Verhalten zur Förderung nachhaltiger Mobilität zu ändern.

Auch durch die deutlich bessere Verknüpfung zwischen den Verkehrsträgern sowie durch die erheblichen Investitionen in die Förderung des Radverkehrs leistet der Ausbau des Bahnhofs Büchen zur modernen Mobilitätsdrehscheibe einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Denn das Fahrrad ist der optimale Zu- und Fortbringer zum Bus und zur Bahn. Eine Verbesserung der Nahmobilität zwischen ca. zwei und sechs Kilometern, deren Hauptverkehrsträger Fußgänger und Radfahrer bilden kann den Autoverkehr deutlich reduzieren und die Aufenthalts- und Lebensqualität im Bahnhofsumfeld sowie den angrenzenden Wohngebieten steigern. Gute Verknüpfungen mit dem ÖPNV erweitern den Aktionsradius des Radverkehrs und stärken diesen zusätzlich.

Eine Förderung und Attraktivitätssteigerung für den Radverkehr erfolgt infrastrukturell durch die Schaffung zeitgemäßer offener und geschlossener Radabstellanlagen. Die Schließanlage mit Schließfächern und E-Bike Ladeinfrastruktur steigert die Motivation auch das E-Bike oder andere hochwertige Fahrräder für den Weg zum Bahnhof zu nutzen. Zudem kann hiermit eine Erhöhung der Erreichbarkeit des Bahnhofs für ältere Personen mit E-Bike erreicht werden. Die Ausstattung der Mobilitätsdrehscheibe Büchen mit Schließanlagen und Ladeinfrastruktur ist eine zeitgemäße Reaktion auf den fortlaufenden Trend zur Fahrrad-Elektromobilität und fördert eine dauerhafte Integration der E-Bikes in die öffentliche Mobilität. Mit dem Ausbau des Bahnhofs Büchen zur modernen Mobilitätsdrehscheibe bietet das Fahrrad nun eine echte Alternative zur Anfahrt mit dem Auto und so werden die Nutzer zum Umdenken hinsichtlich einer nachhaltigen Mobilität motiviert.

„Das Klima sagt Danke“ – ein Zeichen für nachhaltige Mobilität der Klimaschutzmanagerinnen und –manager in Schleswig-Holstein

img_1552
Klimafreundlich unterwegs mit Bus, Bahn und Rad? Dann erhielten Pendlerinnen und Pendler an den Bahnhöfen Büchen und Müssen im Amt Büchen am Montag, dem 18. September 2017 morgens ein Franzbrötchen und eine Dankeskarte. Im Amt Büchen bedankte sich so Klimaschutzmanagerin Dr. Maria Hagemeier-Klose zusammen mit dem stellv. Amtsvorsteher Uwe Riewesell, Büchens Bürgermeister Uwe Möller und der ÖPNV-Beauftragten Nadine Frömter bei den Fahrgästen des ÖPNV und den Radfahrern, die zum Bahnhof kommen und damit nachhaltig mobil sind. Denn so leisten sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Die Franzbrötchen wurden von der lokalen Traditionsbäckerei Hondt als Zeichen für den Klimaschutz gestiftet. Nachhaltige Gestaltung von Mobilität ist gerade auch im ländlichen Raum wie dem Amt Büchen ein wichtiges Zukunftsthema und daher auch ein zentraler Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes. Mit dem Ausbau des Bahnhofs Büchen zur modernen Mobilitätsdrehscheibe und dem Ausbau der Bike+Ride- und Park+Ride-Anlagen auch am Bahnhof Müssen werden bereits Projekte zur Förderung nachhaltiger Mobilität vor Ort umgesetzt.

Die Dankesaktion fand anlässlich der Europäischen Woche der Mobilität statt. Die kommunalen Klimaschutzmanagerinnen und -manager setzten hier gemeinsam ein Zeichen für sichtbaren Klimaschutz in Schleswig-Holstein! Mit der Aktion, die von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) unterstützt wurde, wollen die Klimaschutzmanager auch auf ihre Arbeit in den Rathäusern aufmerksam machen. An 24 Standorten landesweit wurden die Karten und kleine Präsente verteilt, aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg waren es allein sechs Kommunen (Ämter Büchen, Hohe Elbgeest und Sandesneben-Nusse, Städte Mölln und Geesthacht sowie das Energiesparprojekt Sachsenwald mit Sitz in Büchen).

In Schleswig-Holstein gibt es ein landesweites Netzwerk von rund 100 Klimaschutz-managern und –managerinnen, das dem Erfahrungs- und Informationsaustausch dient. Eine Übersichtskarte mit den kommunalen Klimaschutzmanagern, die im Netzwerk zusammenarbeiten, steht auf www.eksh.org/themen/klimaschutznetzwerk-sh-der-kommunen.